Nur Bildung und Analyse – keine Anlageberatung. Keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.

Grundlagen · Artikel 10 von 18

Limit-Order Schritt für Schritt (mit erfundenem Beispiel)

Nur Bildung und Analyse – keine Anlageberatung.

Das Beispiel nutzt erfundene Zahlen und zeigt nur den Ablauf. Es ist keine Empfehlung für einen bestimmten Wert.

Die Ausgangslage

Ein fiktiver Fonds-Anteil (ETF) zeigt im Orderbuch: Kaufen (Ask) 50,10 €, Verkaufen (Bid) 50,00 €. Der Spread beträgt also 0,10 €.

Schritt für Schritt

  1. Wertpapier wählen und die Kennnummer (ISIN) vergleichen. Ähnliche Namen sind eine häufige Fehlerquelle.
  2. Kaufen oder Verkaufen auswählen.
  3. Menge eingeben, zum Beispiel 10 Stück.
  4. Ordertyp Limit wählen und ein Limit eintragen, zum Beispiel 50,05 €.
  5. Gültigkeit festlegen, zum Beispiel nur heute.
  6. Handelsplatz prüfen. Er beeinflusst Preis, Zeiten und Gebühren.
  7. Zusammenfassung lesen: Menge, Limit, geschätzte Kosten, Gebühren.
  8. Erst dann absenden.

Was danach passieren kann

Typische Fehler

Zum Üben

Viele Broker bieten ein Demokonto mit Spielgeld an. Dort kannst du den Ablauf ohne Risiko ausprobieren.

Warum das Limit schützt und was es kostet

Ein Limit verhindert, dass du mehr zahlst, als du willst. Der Preis dafür ist, dass die Order vielleicht nie ausgeführt wird. Das ist ein Tausch: Preissicherheit gegen Ausführungssicherheit. Welche Seite dir wichtiger ist, entscheidest du selbst; hier gibt es keine Empfehlung. Die Grundtypen vergleicht der Artikel Ordertypen im Überblick.

Ein Zahlenbeispiel zum Spread

Im Beispiel oben steht Kaufen bei 50,10 € und Verkaufen bei 50,00 €. Wenn du sofort kaufst, zahlst du 50,10 €. Wenn du direkt danach wieder verkaufen würdest, bekämest du 50,00 €. Du hättest also 0,10 € pro Stück verloren, ohne dass sich der Markt bewegt hat. Bei 10 Stück sind das 1,00 €. Das ist der Spread (siehe Gebühren verstehen). Mit deinem Limit bei 50,05 € bietest du einen Preis in der Mitte an. Ob jemand darauf eingeht, hängt vom Markt ab.

Wie lange soll die Order gültig sein?

Eine Tagesorder verfällt am Handelsschluss. Eine Order mit längerer Laufzeit bleibt offen. Das klingt bequem, birgt aber ein Risiko: Du vergisst sie, der Kurs erreicht Wochen später dein Limit, und die Order wird ausgeführt, obwohl sich deine Lage geändert hat. Notiere dir deshalb Ablaufdatum und Zweck jeder offenen Order.

Eine Kontrolle vor dem Absenden

Was tun, wenn die Order nicht ausgeführt wird?

Lass dich nicht zu einer Market-Order drängen, nur weil sich nichts tut. Frage dich: Wollte ich wirklich zu diesem Preis kaufen? Wenn ja, ist das Warten kein Fehler. Wenn nein, gehe zurück zu deinem Plan (Psychologie und ein persönlicher Plan).

Zum Mitnehmen

Ein Limit begrenzt den Preis, garantiert aber keine Ausführung. Kontrolliere alle Angaben, setze eine Gültigkeit und prüfe offene Orders regelmäßig. Weitere Vorbereitung: Checkliste vor der ersten Order. Begriffe: Glossar.

Limit-Order im Vergleich zur Market-Order

Mit einer Market-Order hättest du im Beispiel sofort 50,10 € pro Stück gezahlt, also 501,00 € für 10 Stück. Mit dem Limit von 50,05 € zahlst du höchstens 500,50 €. Der Unterschied sind 0,50 €. Das wirkt klein, kann aber bei größeren Beträgen oder breiteren Spreads mehr werden. Dafür riskierst du, dass die Order nicht ausgeführt wird, wenn der Preis nicht zu deinem Limit kommt.

Nur Bildung und Analyse – keine Anlageberatung. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung, etwas zu kaufen oder zu verkaufen.