Nur Bildung und Analyse – keine Anlageberatung. Keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.

Kosten und Steuern · Artikel 11 von 18

Gebühren verstehen: Order, Spread und Depot

Nur Bildung und Analyse – keine Anlageberatung.

Kosten sind sicher, Erträge nicht. Deshalb lohnt es sich, die Kosten zu kennen, bevor du etwas tust.

Die vier häufigsten Kostenarten

Wo du die Kosten findest

Wichtig bei kleinen Beträgen

Eine feste Gebühr von 1 € auf eine Order von 50 € sind 2 %. Bei 1.000 € sind es 0,1 %. Je kleiner die Order, desto stärker fällt eine feste Gebühr ins Gewicht.

Fragen, die du dir stellen kannst

Wenn du die Antworten nicht findest, frage beim Anbieter nach, bevor du handelst.

Gebühren sind mehr als eine Zahl

Wer „kostenlos“ liest, sollte genauer hinsehen. Manche Anbieter berechnen keine Ordergebühr, verdienen aber über den Spread oder über Zusatzdienste. Das ist nicht automatisch schlecht oder gut; wichtig ist, dass du die Gesamtkosten kennst. Einen Überblick über alle Kostenarten gibt Kosten: Was Geldanlage wirklich kostet.

Der Spread an einem erfundenen Beispiel

Ein erfundener Wert wird mit Kaufkurs 20,10 € und Verkaufskurs 20,00 € angezeigt. Der Spread beträgt 0,10 €, das sind etwa 0,5 %. Wer kauft und gleich wieder verkauft, verliert diesen Betrag. Bei Produkten, die viele Menschen handeln, ist der Spread oft klein. Bei wenig gehandelten Werten kann er viel größer sein. Der Spread ist also ein Maß dafür, wie leicht ein Wert zu handeln ist (Risiko: Was kann schiefgehen?).

Wie Ordergebühren aufgebaut sein können

Je nach Handelsplatz können zusätzlich Fremdkosten hinzukommen. Rechne vor einem Kauf aus, was das Gesamtpaket kostet, am besten mit mehreren Mengen, zum Beispiel für 100 €, 500 € und 2.000 €. So siehst du, bei welcher Größe sich die Struktur lohnt.

Kosten, die du im Jahr beobachten solltest

Neben den Kosten pro Order gibt es Kosten, die du jedes Jahr zahlst: Depotführung, Fondskosten und gegebenenfalls Kontoführung. Sie sind weniger auffällig, aber über viele Jahre wichtig. Fonds und ETFs haben eigene Kosten, die der Artikel Fondskosten: TER und die Kosten dahinter erklärt.

Typische Fehler

Zum Mitnehmen

Lies das Preisverzeichnis, rechne mit eigenen Beträgen und denke an Spread und laufende Kosten. Das Zusammenrechnen übst du im Artikel Gebühren-Beispielrechnung. Begriffe wie Ask und Bid stehen im Glossar.

Ein Mini-Beispiel zur Mindestgebühr

Erfunden: Eine Order kostet 0,25 % der Ordersumme, mindestens aber 5 €. Bei 500 € wären das nur 1,25 €, es gilt jedoch die Mindestgebühr von 5 €, also 1 % der Summe. Bei 5.000 € kostet die Order 12,50 €, das sind 0,25 %. Darum lohnt es sich, bei kleinen Beträgen auf die Mindestgebühr zu achten.

Nur Bildung und Analyse – keine Anlageberatung. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung, etwas zu kaufen oder zu verkaufen.